The Adventures of the Pirate Maria Amante

 

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Das Dirnenlied

Pension Schöller von Wilhelm Jacoby und Carl Laufs; (Bearbeitung von Hugo Wiener für die Wiener Kammerspiele)

 

 

Das Dirnenlied

 

Ich bin eine Dirne …

Mein Erster war ein blonder Matros'
Ich war ein jung Ding, war ahnungslos
In Hamburg auf der Reeperbahn
da pirschte ein Bursche sich barsch heran
Er hat mich roh ins Haustor gedrückt
Was half mir mein Schreien
er hat mich geknickt

Ich bin eine Dirne …

Mein Zweiter war ein junger Mann
ein Springinsfeld, charmant, ein Galan
Er führte mich ins Separee
Dort warf er mich aufs Kanapee
ich hab' ihn gebissen, ich hab' ihn gestochen
was half mir mein Sträuben
er hat mich gebrochen

Ich bin eine Dirne …

Mein Dritter, mein Vierter, ich kenn' sie nicht mehr
Da, eines Tages geschah das Malheur
Sie kamen mich holen
mit Messern und Pistolen
Sie trieben mich unbarmherzig hinaus
Wohin – nach Rio
ins Freudenhaus

Da gab es nur Männer in blauen Hosen
Matrosen, Matrosen

Doch eines Abends kam ein Mann
dem hatt's meine Schönheit angetan
Er hat mich zu seiner Frau gemacht
nun hat mir das Leben wieder gelacht
Er führte mich auf sein fürstlich' Schloss
und schenkte mir Perlen und Dienertross
Doch trotz gülden Geschmeide und seidener Strümpfe
es zog  mich hinab, hinab in die Sümpfe
So bin ich, was ich war zuvor
Und wer es nicht weiß, dem schrei' ich's ins Ohr

ich bin
eine Dirne

 

[Anmerkung: Klapproths Zwischenbemerkungen wurden in diesen Text nicht mit aufgenommen]

5.6.13 18:28
 


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